Umsatzchancen mit Getränken: kalorienärmer, alkoholfrei, preisbewusst

Erfrischende Limonaden und Energydrinks, kühles Bier und Premixed Longdrinks sorgen in den kommenden Wochen für Umsätze in den Shops. Für optimale Umsatzchancen lohnt es sich, der aktuellen Konsumstimmung und langfristigen Entwicklungen Rechnung zu tragen.

Cola und andere Limonaden, Energydrinks sowie Eistees werden auch in diesem Sommer die Topseller bei alkoholfreien Getränken bleiben – neben dem Klassiker Wasser, der im Shop idealerweise in den Varianten Still, Medium und Sprudel verfügbar sein sollte.
Mit dem zunehmenden Gesundheitsbewusstsein wächst jedoch auch an Tankstellen die Nachfrage nach zuckerreduzierten oder -freien Getränken. Wer zuckerfreie beziehungsweise kalorienärmere Varianten konsequent berücksichtigt, hat die Chance, auch Kund:innen anzusprechen, die Wert auf gesundheitsbewussten Konsum legen.

Seichtere Biere und anhaltende Beliebtheit von Spirituosen-Mix-Getränken
Der seit einiger Zeit rückläufige Konsum alkoholischer Getränke betrifft vor allem Bier (obgleich die Nachfrage insgesamt weiterhin auf hohem Niveau liegt). Zwar dominieren im Biersegment nach wie vor die „Klassiker“, gleichzeitig steigt die Nachfrage nach „seichteren“ Varianten – alkoholfreie Biere sowie Helles und Lager – seit Jahren kontinuierlich. Alkoholfreies Bier wird auch an Tankstellen gezielt nachgefragt, benötigt im Getränkecooler jedoch mehr Sichtbarkeit; die Relevanz nimmt spürbar zu. Insgesamt empfiehlt sich ein Sortiment aus bekannten nationalen Biermarken, regionalen Bierspezialitäten sowie internationalen Produkten.
Bei fertiggemischten Spirituosen-Mix-Getränken – sogenannten Premixed Longdrinks (PMLD) – fällt der Rückgang deutlich schwächer aus. PMLD-Konsument:innen sind bereit, für ihr bevorzugtes Getränk mehr zu bezahlen, insbesondere bei Premiummarken.
Im Weinsegment liegen unkomplizierte Weißweine wie Chardonnay oder Sauvignon Blanc mit moderatem Alkoholgehalt und geringer Säure im Trend.

Kleine Gebinde, gerne Dose
Bei kleinen Gebindegrößen wie 0,25 l oder 0,33 l ist die Auswahl in Supermärkten häufig begrenzt. Hier können Tankstellenshops mit einem breiteren Angebot punkten und sich zugleich dem direkten Preiswettbewerb entziehen. Auch Dosen sind im Lebensmitteleinzelhandel vergleichsweise selten zu finden, obwohl sie in vielen Getränkekategorien – Energy, Softdrinks, Bier und PMLD – sehr beliebt sind. Selbst im Weinsegment greift die Kundschaft zunehmend zur Dose.
Unabhängig davon, ob Flasche oder Dose: Sämtliche Getränke sollten im Shop stets gut gekühlt vorrätig sein.

Starkes Preisbewusstsein
Verbraucher achten – insbesondere im Außer-Haus-Konsum – stark auf den Preis. Das bedeutet unter anderem: Tankstellen müssen sich dem Wettbewerb mit Supermärkten und Discountern stellen. Kombi-Angebote und Aktionen wie „2 für x“ unterstützen dabei. Auch preisalternative Produkte – also Marken, die im Supermarkt oder Discounter nicht erhältlich sind – bieten die Möglichkeit, sich im Preiswettbewerb zu behaupten.

Aufmerksamkeit erregen – und an die WM denken
Werbung mit bekannten Markenprodukten lassen sich vor allem im Frühjahr und Sommer gezielt Impulskäufe auslösen. Zudem gilt: Im Juni und Juli findet in Kanada, Mexiko und den USA die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer statt. Wer dann stets ausreichend gekühlte Getränke vorrätig hat, gewinnt Fans.

TEXT: Lekkerland SE BILD: Lekkerland SE|Marc Autenrieth